\hiesiger 24. Januar 2005

Brian Eno hat mit seinem Ambient-Zyklus auf mehreren Ebenen mit musikalischen Selbstverständlichkeiten gebrochen. Zum einen befreit er den Klang teilweise völlig von musikalischen Strukturmerkmalen und lässt Töne ohne melodischen Zusammenhang oder rhythmischer Einbettung Räume schaffen, die vor Eno noch niemand betreten hatte. Zum anderen trennt er zwei Aspekte, die in der Musik vorher unhinterfragt als synonym galten: Schönheit und Lebendigkeit. Alle vier Alben sind von einer teilweise berückenden Schönheit – und völlig emotionslos, fast tot. Trostlosigkeit in Vollendung.
Nada Brahma | Kein Kommentar »