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Archiv des Monats Februar, 2005

Eine wahre Geschichte

\hiesiger 24. Februar 2005

Sie umarmt ihn zärtlich und flüstert ihm ins Ohr: “Ich bring Dich jetzt ins Bett.”
Er antwortet, mit leicht bedauerndem Unterton: “Du, ich interessiere mich nicht so für Sex.”
Er ist sechs Jahre alt.
Sie ist seine Mutter.
Gestern passiert.

Gottfried Benn

Arbeiter aller Länder vereinigt Euch.

\hiesiger 24. Februar 2005

Hört auf zu arbeiten!
Teilt Eure Jobs,
vermindert Eure Ausgaben,
beschäftigt Euch freudig.

schrieb der Mann, der bei einer Beschäftigungsgesellschaft arbeitet, zu Feierabend in seinen Blog.
www.elternhaus.com

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Like a long lost friend

\hiesiger 19. Februar 2005

Stipe in Hamburg
Document war mein erster Kontakt mit der Musik von REM. Sie hatten mit “The One I Love” gerade ihren ersten, naja, Hit. Zumindest war das ein Stück, dass auch die Mädchen in unserem Jahrgang kannten. Erschreckender Weise liegt das Erscheinen von “Document” schon über 15 Jahre zurück …
REM gehört zu den Bands, die mich wirklich über lange Jahre begleitet haben. Auch ich verbinde mit “Losing my Religion” eine unglückliche Liebe und fand mich noch so manches andere Mal im Klagegesang des Herrn Stipe wieder. Als “Automatic for the People” im Herbst 1992 erschien, fuhr ich fast eine ganze Woche jeden Abend über Land, nur um diese Musik in Ruhe und Dunkelheit hören zu können.
Gestern zum REM-Konzert zu fahren hatte da schon fast etwas wie der Besuch bei Freunden, die man lange nicht gesehen hat.
Ironischerweise war es dann auch wirklich ein Abend des Wiedersehens. Schon auf der Zugfahrt nach Hamburg traf ich einen ehemaligen Musikerkollegen, den ich Mitte der 90er zuletzt gesehen hatte. Und wie früher verabredeteten wir uns gleich für den nächsten Auftritt auf einem obskuren Festival im Mai.
In HH angekommen spuckte die Straßenbahn Kerstin und mich an der Haltestelle Stellingen aus, wo wir gleich in den Strom der KonzertbesucherInnen einmündeten. Während dreizehntausend Menschen sich auf dem Weg zur Color-Line-Arena machten, traf ich dann einen Schulkameraden, auch auf dem Weg zum Konzert, obwohl er 1987 bestimmt nicht einmal “The One I Love” kannte.
Dass Kerstin und ich Martin problemlos in der Menschenmenge fanden, war nicht weiter verwunderlich. Dieses Treffen war ja zumindest mal verabredet. (weiterlesen…)

Sehr beruhigend

\hiesiger 15. Februar 2005

Heise vermeldet – und ich zitiere wörtlich -: Viren für Automobile noch keine Bedrohung.
Das sind wir aber froh.

neue Masche

\hiesiger 14. Februar 2005

kleine Episode aus dem New Yorker Geschlechteralltag. Während wir uns hier noch mit digitalem Imponiergehabe rumschlagen, ist dort mann dort schon einen Schritt weiter:

Harlem. 125th Street. The 6 train platform.

I’m standing next to a young man, watching as he furtively checks out an attractive young woman leaning against a nearby pillar, nodding her head to her iPod. The young man is wearing over-sized Ecko jeans that exclaim “World Famous” on the back pocket. His denim jacket is a similarly too big, a Tommy Hilfiger. The young woman is wearing canvas tennis shoes with the Coach logo imprinted on them, and a low-slung Juicy Couture jogging suit.

The train arrives and I follow the two of them onto the car. Despite it being crowded, I find myself a seat next to the door. The young man has managed to position himself facing the young woman, they’re both holding onto the same pole, their hands only inches apart.

The young man smiles at the young woman and nods towards the iPod in her free hand.

“What you rockin?”

She pulls one earphone out and says, “Excuse me?”

“What you rockin’ there?”

“Alicia Keys,” she replies and turns the screen for him so see.

“Naw, I mean what you playing it on?”

She looks confused. “This?” She holds it up again. “It’s an iPod?” She ends that statement with an upwards inflection, implying that she considers the question a bit silly.

“Oh, I hearda dat. Who make it?”

“Apple?” Again with the upward inflection, delivered this time with an incredulous look.

“Cool,” he nods.
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