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Archiv des Monats April, 2008

Die allwissende Müllhalde

\hiesiger 29. April 2008

Einmal mehr entpuppt sich das Internet als allwissende Müllhalde.
Denn wer braucht schon eine Seite, die eine visuelle Chronologie der Frisuren des Herrn Sylvian auflistet?
David Sylvian zu Zeiten von Japan

Gutmensch

\hiesiger 27. April 2008

Schon bald nach dem Einmarsch der chinesischen Volksbefreiungsarmee in Tibet nahmen die beiden älteren Brüder des Dalai Lama Kontakt zur CIA auf. Mit finanzieller und personeller Hilfe des US-Geheimdienstes wurde ab Ende der 1950er eine mehrere tausend Mann umfassende Untergrundarmee aufgestellt, deren Aufgabe in gezielten Kommandoattacken lag.

Die Untergrundkämpfer, bekannt als Chusi Gangdruk, übten beispiellosen Terror nicht nur gegen die chinesische Zivilbevölkerung aus, mit guerillataktischen “Hit-and-run”-Aktionen brachten sie auch der VBA erhebliche Verluste bei. Im Herbst 1958 griffen sie eine VBA-Garnison nahe Lhasa an: Sie töteten mehr als 3.000 chinesische Soldaten und gelangten in den Besitz großer Mengen an Waffen und sonstigem Kriegsmaterial. In der Folge wuchs die Untergrundarmee innerhalb weniger Wochen auf mehr als 12.000 Kämpfer an. Kopf der Guerilla war Gyalo Thöndup, einer der Brüder des Dalai Lama. Bis Anfang der 1970er wurde die Chusi Gangdruk mit jährlich 1,7 Millionen US-Dollar aus einem eigens aufgelegten Sonderprogramm zur Finanzierung antichinesischer Operationen gefördert.

Der Dalai Lama erhielt aus dem gleichen Fonds 186.000 US-Dollar pro Jahr zu persönlicher Verfügung. Nachdem er den Erhalt dieser Gelder und die Verbindung zur CIA jahrzehntelang abgestritten hatte, musste er Ende der 1990er zugeben, gelogen zu haben. Auch wenn das Nobelkomitee vielleicht nichts von seiner Unterstützung des Untergrundterrors in Tibet gewusst haben mag, stellt sich doch die Frage, für welches Verdienst ausgerechnet er mit dem Friedensnobelpreis 1989 ausgezeichnet wurde. Der Dalai Lama ist alles andere als ein “Mann des Friedens”, er schließt den Einsatz von Gewalt keineswegs aus.

Interview mit Colin Goldner auf telepolis

Nietzsche zum Warmwerden

\hiesiger 25. April 2008

Nietzsche zum Warmwerden

Die großartige Bildüberschrift stammt leider nicht von mir sondern aus der SZ.

Mehr davon: (weiterlesen…)

Traducteur

\hiesiger 25. April 2008

Vor allem aber soll der Satz gelten, die Kunst verstehe uns besser, als wir uns selbst verstehen, und so macht uns die Lektüre zu Lesern unserer selbst. Denn es gibt eine Kommunikation zwischen dem rein Individuellen und dem Allgemeinen: Die Kunst enthüllt eine Realität, die sowohl das Ich als auch das Wir fundiert. Daher ist der Künstler nicht der absolute Erfinder eines neuen Textes, sondern der Übersetzer (traducteur) eines Kontextes, in den beide, Autor und Leser, verwoben sind.

Karlheinrich Biermann “Marcel Proust”, Reinbek bei Hamburg, Februar 2005

One Man Band

\hiesiger 25. April 2008

Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com

Deutsch für Nazis

\hiesiger 24. April 2008

Sinnvolle Idee.

Digitalis

\hiesiger 23. April 2008

SomaFM beglückt uns mal wieder mit neuen Channels.
Während Sonic Universe den PC-Lautsprechern NuJazz zuführt, bewegen sich Lush und Digitalis eher im seidenen Rockbereich. Vor allem letztere Station spült mir völlig unbekannte Klangperlen in die Gehörgänge.